Die Geschichte der Stonefielders

Die Gruppe geht aus einer bsoffenen Gschicht des Fußballvereins ATSV ST. Georgen im Rahmen eines Mannschaftsausflugs nach Ungarn hervor. Zu fortgeschrittener Stunde und gestiegenem Alkoholspiegel haben sich ein paar Vereinsverantwortliche an den Ufern des Plattensees den Kopf darüber zerbrochen, wie man das Sportlerfest attraktiver machen könnte. Einige Ideen und Promille später hat man sich darauf geeinigt, den ganz normalen Cluburlaubswahnsinn zu kopieren und eine Playback-Mitternachtseinlage darzubieten. In der entsprechenden Alkohollaune haben sich zu den üblichen Verdächtigen des Vereins noch eine Menge Kurzzeitfreiwilliger gesellt, die aber im Laufe der Zeit und wieder nüchtern dann doch teilweise wieder abgesprungen sind. Trotzdem blieben genug übrig um beim Sportlerfest 1991 zur Premiere anzutreten.

Der ursprüngliche Probeneifer hat sich auf eine einstündige Probe vor dem Auftritt reduziert, statt der geplanten Requisiten und Kostüme wurden private Straßenkleidung und eine – jawohl – eine Faschingsbrille getragen, die Lichtanlage wich schnell zwei Bauscheinwerfer und die Tonanlage einer Heimstereo-Anlage, die so wenig Leistung hatte, dass die letzten Reihen in dem schlecht besuchten Zelt kaum mehr etwas gehört haben. Und trotz all dieser Unzulänglichkeiten war der Auftritt der noch namenlosen Gruppe zur Überraschung der „Künstler“ ein voller Erfolg. Tagelang wurden die Darsteller immer wieder darauf angesprochen und so entstand die feste Absicht, diese Geschichte auch im darauf folgenden Jahr zu wiederholen.

12 Monate und viele gute Vorsätze später war klar, dass es 1992 zu keiner Neuauflage kommen würde. Die Gründe dafür waren vielfältig und schon schien die Story ein Ende gefunden zu haben, bevor sie noch richtig begonnen hatte. Aber 1993 rafften sich ein paar Protagonisten auf und organisierten wieder einen Auftritt beim Zeltfest des ATSV, dem ein Weiterer beim Sportlerkränzchen folgte. Diesmal mit mehr Probenaufwand, besseren Kostümen, Requisiten und Technik. Der Schock war groß, als man sich plötzlich Anfragen gegenüber gestellt sah, ähnliche Auftritte auch im Rahmen von anderen Zeltfesten, Bällen, Hochzeiten, Firmen-, Weihnachts- und Geburtstagsfeiern, o.ä. als Mitternachtseinlage zu machen.

Aus Spaß an der Freud hat man diese Angebote angenommen und so stieg die Anzahl der Auftritte innerhalb eines Jahres um mehrere Hundert Prozent – das haben nicht mal Robbi Williams, Tina Turner oder die Rolling Stones geschafft. O.K. – um die Kirche im Dorf zu lassen: mehr als sieben oder Acht Auftritte im Jahr sind es nie geworden – aber statistisch hört es sich gut an.

Das Repertoire wurde ständig erweitert, um den Ansprüchen der Auftraggeber gerecht zu werden und um einer schleichenden Fadesse der Darsteller zu begegnen, es kamen immer mehr Kostüme und Requisiten dazu, die Technik wurde besser, aber der Charakter der Mitternachtseinlagen blieb in den 1990-iger Jahren eigentlich immer der Gleiche, auch wenn mit der Präsentationsshow des Audi TT für die Fa. Zankl ein weiterer Meilenstein in der Historie der noch immer namenlosen Gruppe gesetzt wurde.

Da wir immer wieder so angefragt wurden: „Macht ihr das noch mit den Auftritten? - haben wir uns Mitte der 1990-iger einen Namen überlegt und sind alsbald auf den nahe liegenden Namen „Die Stonefielders“ gekommen, da wir aus St. Georgen am Steinfeld stammen und „Die, die im Steinfeld tanzen“ zu dem Zeitpunkt zwar aktuell aber nicht wirklich praktikabel war.

Im Herbst 2000 wagte man sich dann schlussendlich an einen lange gehegten Traum heran, eine eigene Show auf die Bühne zu bringen. „Best of Stonefielders 2000“ – geht hinunter wie Öl. Jährlich eine große Show – aufgeteilt auf 2 Tage - ist in der Zwischenzeit ein fixer Bestandteil des Spielkalenders. Und auch hier sieht man die Entwicklung. Waren es im Jahr 2000 noch ca. 180 Besucher, so stieg die Zahl im Laufe der Jahre auf weit über 500 – jedem Einzelnen sei auf diesem Weg nochmals für sein Kommen gedankt.

Die besonderen Highlights neben der schon erwähnten Audi-Präsentation waren die Golf V-Präsentation im Rahmen der Firmenjubiläumsfeier 35 Jahre Autohaus Zankl und vor allem die Kabarett – Warm up – Partie vor Roland Düringer im Rahmen einer Benefiz-Veranstaltung der Fa. Leiner im VAZ St. Pölten, wo wir ein eigenes Bühnenstück speziell für diesen Auftrag in 4 Wochen geschrieben und einstudiert haben.

Im Laufe der Geschichte der Stonefielders hat es immer wieder einen Wechsel der Darsteller, Moderatoren und Techniker gegeben und es sind nur mehr drei Gründungsmitglieder aktiv, aber all das hat an dem Charakter der Auftritte und der Resonanz des Publikums nichts geändert. In der Zwischenzeit gibt es uns schon so lang (klingt besser als zu sagen, dass wir schon so alt sind), dass wir schon die 2. Generation der Stonefielders integriert haben und diese aber schon wieder abgesprungen sind.

The Show must go on – heißt es nur für Profis. Für jeden Einzelnen von uns ist es „nur“ ein Hobby, in das er seine Freizeit investiert, und wir werden eben solange weitermachen, solange es uns Spaß macht und solange man uns sehen will.